In zahlreichen Gesprächen haben Vertreterinnen und Vertreter des BLLV, insbesondere aus der Fachgruppe Schulberatung, Kultusministerin Anna Stolz den enormen Bedarf zurückgemeldet. In einem Gespräch der unterfränkischen Fachgruppe Schulberatung mit der Staatsministerin im Oktober 2024 wurde eindringlich und mit Zahlen untermauert auf die Notwendigkeit hingewiesen, nicht nur die Kapazitäten ausbauen, sondern durch mehr Standorte auch für eine bessere regionale Verteilung der Ausbildungsmöglichkeiten sorgen zu müssen.
Denn aufgrund des Mangels an Fachpersonal können die vorgesehenen Stunden für die Schulberatung in einigen Regionen Bayerns derzeit nicht abgedeckt werden. Gerade für Grund- und Mittelschulen in Unterfranken fehlen vielerorts Schulpsychologinnen und Schulpsychologen. Die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sind jeweils für erheblich mehr Schülerinnen und Schüler zuständig als vorgesehen. Entsprechend müssen Ratsuchende, belastete Kinder, Jugendliche, Eltern und Schulen viel länger auf Termine warten oder gar abgewiesen werden, weil die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen das zu große Pensum trotz enormen Einsatzes nicht schaffen.
Der Ausbau der Studienkapazitäten ist ein bedeutsamer Anfang, um die Lücken in der schulpsychologischen Versorgung Bayerns sukzessive zu verringern und längerfristig bestenfalls zu schließen. Die Leiterin der Fachgruppe Schulberatung im ULLV, Silvia Glaser, fand daher lobende Worte für die Entscheidung: „Wir sind sehr froh darüber, dass unsere Forderungen gehört wurden. Gut, dass die verantwortlichen Stellen hier eine rasche und so erfreuliche Lösung für den Standort Würzburg finden konnten.“ Glaser dankte Kultusministerin Anna Stolz, dem Wissenschaftsminister Markus Blume und dem Präsidenten der Universität Würzburg Paul Pauli für ihren Einsatz.
Das Ziel, so betonen es die Präsidentin Simone Fleischmann und die Fachgruppe Schulberatung im BLLV, müsse eine flächendeckende Versorgung mit Schulpsychologen in allen Regionen Bayerns und in allen Schularten sein. „Da sind also weiterhin Hausaufgaben zu machen“, so Glaser. „Aber die heutige Entscheidung ist ein sehr guter Schritt in die richtige Richtung. Gerade wir in Unterfranken hoffen, dass sich zukünftig damit unser Schulpsychologen-Mangel beheben lässt.“
