Herzlich willkommen im BLLV-Kreisverband Würzburg-Land

Wesentliche Forderungen des BLLV erfüllt

BLLV-Kreisvorsitzender Debes: Viele Mindestforderungen umgesetzt / Dialog erfolgreich / Alle Szenarien brauchen hohe Eigenverantwortlichkeit der Schulen / Aber: Lehrermangel wird Corona-Krise einholen

Der Kreisverband Würzburg-Land des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) begrüßt grundsätzlich die vorgestellten Punkte zur weiteren Schulöffnung bis September. „Kontinuität bis Ende Juli, keine Notbetreuung durch Lehrerinnen und Lehrer in den Sommerferien, konkrete Szenarien für den Schulbetrieb im September und so viel Live-Unterricht wie möglich: viele Forderungen des BLLV wurden erfüllt. Die Gespräche mit Ministerium und Staatsregierung waren erfolgreich, der Kultusminister hat verstanden was es jetzt braucht“, so BLLV-Kreisvorsitzender Stephan Debes.

Die Grundausrichtung des Kultusministeriums mit der Perspektive einer behutsamen Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen im September sei richtig. Natürlich hängen sämtliche Schritte vom weiteren Infektionsgeschehen und von Detailregelungen ab. „Die Szenarien für den Regelbetrieb und die Alternativen geben den Schulen Sicherheit und Planbarkeit. Das ist gut so. Behutsame Öffnungen und transparente Kommunikation, das braucht es jetzt. Immer unter der Voraussetzung, dass der Gesundheitsschutz der Kinder und der Kolleginnen und Kollegen weiterhin oberste Priorität besitzt“. Es fehlt jedoch das Personal für einen Regelbetrieb und die versprochene zusätzliche Förderung. Keinesfalls darf dies auf dem Rücken der Risikogruppen geschehen.

Gleichzeitig begrüßt der BLLV, dass die durch Corona verstärkte Bildungsungerechtigkeit angegangen werden und vor allem schwächeren Schülerinnen und Schüler die nötige Unterstützung gegeben soll. Dabei helfe es nicht, wenn Budgetstunden aus Wahlfächern und weiteren Angeboten herausgenommen werden: „Wenn wir den Kindern und Jugendlichen gerecht werden wollen, wenn wir eine hohe Qualität der bayerischen Schulbildung wollen, dürfen wir uns nicht vom Gedanken einer ganzheitlichen Bildung verabschieden. Wir brauchen individuelle Förderung und ganzheitliche Bildung. Nur so kann die Zukunft aussehen“. Die Corona Krise habe nochmals deutlich gemacht, dass es notwendige Veränderungen braucht, um eine zukunftsorientierte Schule zu gestalten. Klar wird sein: Auch im neuen Schuljahr ist die Situation von Schule zu Schule eine andere. Deshalb braucht es mehr eigenverantwortliche Schule, was seit langem eine Forderung des BLLV ist. Genau diese Freiheiten benötigten die Schulen, jetzt und im September.

Alle gut gemeinten politischen Ansagen scheitern aber dann, wenn die Lehrerinnen und Lehrer fehlen. „Vor Ort können wir nur das leisten, was die Personaldecke hergibt“.

Corona-Virus

Aktuelles finden Sie hier:
www.bllv.de/themen/coronavirus/

In Zeiten der Corona-Krise möchte die Studierendengruppe im BLLV einen Einkaufsservice bzw. Hilfe bei Behördengängen usw. für die Pensionisten im Verband anbieten, welche zur Risikogruppe gehören und diese Aufgaben nicht mehr allein bewältigen können.
Es haben sich viele engagierte junge Leute gemeldet, die gerne helfen würden. Sie befinden sich zumeist in Würzburg oder den Ortschaften in der näheren Umgebung; manche haben auch ein Auto und sind daher mobil.
Meldungen bitte an Brigitte Stöcker, Anita Ormanns oder direkt an die Studierendengruppe unter
Web: https://studierende.bllv.de/wer-wir-sind/studierendengruppen/wuerzburg/
E-Mail: wuerzburg(at)studierende.bllv.de

Außerdem haben wir Studierenden uns überlegt, wo wir noch helfen können. Wir möchten eine Art "Nachhilfe-Service" anbieten: Dabei geht es darum die Lehrkräfte bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, die Schülerinnen und Schüler digital zu unterrichten. Eventuell entstehen dadurch bei einigen in der Schülerschaft Wissenslücken bzw. Verständnisprobleme - sei es mit dem behandelten Stoff oder aber den gestellten Aufgaben. Wir können die Lehrkräfte insofern unterstützen, dass wir uns dieser Schülerinnen und Schüler annehmen und mit ihnen gezielt an den Stellen arbeiten, an denen noch Probleme vorliegen.
So gehen Sie vor, wenn in Ihren Klassen Sschülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten sind:
Fragen Sie den Schüler/die Schülerin, ob er/sie mit uns Studierenden arbeiten möchte Falls ja, schicken Sie eine E-Mail an wuerzburg(at)studierende.bllv.de mit den Kontaktdaten der Schüler: Vorname, Nachname und eine Mail-Adresse, sowie das Fach/die Fächer, in denen die Schwierigkeiten vorliegen Der/die Nachhilfelehrer/in wird dann von uns die Kontaktdaten erhalten und die beiden treten über Zoom/Skype/E-Mail in Kontakt, um sich auszutauschen.
Wir freuen uns sehr, wenn das Angebot von Ihnen angenommen werden würde und wir somit in unserer vorübergehend üppigen Freizeit ein wenig Gutes tun können.

Viele liebe Grüße
Ihre Studierendengruppe Würzburg

So nicht, Herr Kultusminister!

Verfehlte Personalpolitik geht zu Lasten von Kindern und Lehrkräften

BLLV Würzburg-Land lehnt geplanten Maßnahmenkatalog ab

Auch im BLLV-Kreisverband Würzburg-Land ist der geplante Maßnahmenkatalog des Kultusministeriums zur Sicherung der Unterrichtsversorgung an Grund-, Mittel- und Förderschulen das beherrschende Thema.
Seit Jahren warnt der BLLV davor, dass diese nicht mehr gewährleistet werden kann, weil sich immer weniger Studierende für ein Lehramtsstudium dieser Schularten entscheiden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von schlechterer Bezahlung über belastende Arbeitsbedingungen bis hin zu einer Vielzahl von zusätzlichen Aufgaben, wie beispielsweise Inklusion und Digitalisierung.

Nach langjährig verfehlter Personalpolitik werden nun überstürzt Notmaßnahmen angekündigt, die dazu beitragen sollen, die Unterrichtsversorgung sicher zu stellen. Dabei handelt es sich u. a. um die Einführung eines Arbeitszeitkontos für Grundschullehrkräfte, immense Beschränkung der Teilzeitmöglichkeit und die Streichung des Antragsruhestandes mit 64 Jahren.

Alle diese Maßnahmen führen zu einer wesentlich stärkeren Belastung der Lehrerinnen und Lehrer und wirken sich somit negativ auf die Unterrichtsqualität und die Bildung unserer Kinder aus. Kann Bayern sich das erlauben? Die jetzt verkündeten Maßnahmen treffen alle Kolleginnen und Kollegen, vor allem aber diejenigen, die in ihrem langen Berufsleben mit großem Engagement und Einsatz für die ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler ihr Bestes gegeben haben. Jetzt Lehrkräfte zu belasten, die in der derzeitigen Notsituation den Unterricht am Laufen halten, wirkt wie ein Schlag ins Gesicht.

Der BLLV hat zudem kein Verständnis, dass keinerlei Entlastungen oder Gegenleistungen geplant sind. Seit Jahren fordert der BLLV A13 als Eingangsbesoldung für alle, um die Attraktivität der betroffenen Lehrämter zu steigern. Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen müssen endlich in der Besoldung den anderen Schularten angeglichen werden. Wir fordern eine praxisorientierte flexible Lehrerbildung im Sinne der bestehenden Forderungen des BLLV. Ziel muss es sein, mehr qualifizierte und gut ausgebildete Lehrkräfte an die Schulen zu bringen.

Die Arbeits- und Lernbedingungen für Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte müssen verbessert werden. Spätestens jetzt ist der richtige Zeitpunkt diese Forderungen zu erfüllen!

Ihr Stephan Debes, Kreisvorsitzender

Positionspapier zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs

Antrag zur Kürzung der Stundentafel