Willkommen im BLLV-Kreisverband Würzburg-Land

Um was es jetzt eigentlich geht

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Inzidenzzahlen vor allem unter Kindern und Jugendlichen sind immens gestiegen. Die Situation an den Schulen spitzt sich zu. Die Unsicherheiten in der Gesellschaft, bei den Eltern, den Lehrerinnen und Lehrern und den Kindern und Jugendlichen sind deutlich spürbar: Wie wird es wohl weitergehen? Bleibt der Präsenzunterricht, oder nicht? Mit Impfungen für Kinder auch unter 12 Jahren? Mit flächendeckenden PCR-Tests, oder nicht? 3G-Kontrollen für alle, die das Schul­gelände betreten, oder nicht? Luftfilter in allen Klassenzimmern, oder nicht? Mit Maske oder ohne Maske? Antworten auf all diese Fragen: schön wär’s!

Erneut gibt es kein bildungspolitisches Logbuch. Wie schön wäre es, wenn wir mal wieder professionell, top organisiert und mit klarer Planung unterrichten könnten. Wie gerne würden wir in der Krise professionelles Schulmanagement betreiben: Wir könnten das. Wir wollen das. Wir wollen auch beweisen, dass wir Profis sind.

Alle wollen wir Präsenzunterricht. Aber sicher!

Die Big 5 der Gesundheitsmaßnahmen in der Schule (Testen, Impfen, Lüften, Hygiene­regeln und Abstand) müssen von der Staatsregierung auf der Grundlage der aktuellen pandemischen Lage neu bewertet werden. Wir an den Schulen sind dafür nicht verantwortlich. Uns bleibt nichts anderes übrig, als all dies umzusetzen. Wir wollen Schule live. Wir lassen uns impfen - jetzt aber sind Unterricht, Bildung und Erziehung doch gefragter denn je.

Jetzt geht es um unseren eigentlichen Auftrag: Kinder und Jugendliche brauchen mehr denn je verlässlichen Unterricht, professionelle Bildungsarrangements und von Beziehung getragene Erziehungsangebote.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Stephan Debes, Kreisvorsitzender

Statement der BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann zur aktuellen Lage an den Schulen in Bayern

Wir Schulleitungen stehen es nicht mehr! Die Politik muss endlich handeln!

Der BLLV-Nachhaltigkeitskalender

Der BLLV-Nachhaltigkeitskalender (DIN A1) besteht aus zwölf Monatsblättern (Spiralbindung), die jedes Jahr wieder neu verwendet werden können. Der Kalender wird im Klassenzimmer aufgehängt, kann aber auch digital verwendet werden. Jeder Monat hat ein Schwerpunktthema wie zum Beispiel Klimawandel, Artenvielfalt, Wasser oder Menschen in aller Welt.

Auf dem Kalenderblatt werden verschiedene Detailthemen angesprochen, die mit dem Lehrplan verbunden sind. Auf jedem Kalenderblatt findet sich ein QR-Code, mit dem man problemlos auf die BNE Website kommt. Dort gibt es zu den Themen auf dem Kalenderblatt für die Kinder weitergehende Informationen, Fragen und Rätsel. In einem Bereich "Infos für Lehrkräfte" gibt es Arbeitsblätter, Unterrichtsmaterialien und weiterführende Links. Dies ermöglicht es, die Themen im Unterricht gezielt und mit entsprechendem Material unkompliziert einzusetzen.

BLLV stellt "nachhaltige Schultasche" vor

Verfehlte Personalpolitik geht zu Lasten von Kindern und Lehrkräften

BLLV Würzburg-Land lehnt Maßnahmenkatalog ab

Auch im BLLV-Kreisverband Würzburg-Land ist der Maßnahmenkatalog des Kultusministeriums zur Sicherung der Unterrichtsversorgung an Grund-, Mittel- und Förderschulen ein beherrschendes Thema.
Seit Jahren warnt der BLLV davor, dass diese nicht mehr gewährleistet werden kann, weil sich immer weniger Studierende für ein Lehramtsstudium dieser Schularten entscheiden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von schlechterer Bezahlung über belastende Arbeitsbedingungen bis hin zu einer Vielzahl von zusätzlichen Aufgaben, wie beispielsweise Inklusion und Digitalisierung.

Nach langjährig verfehlter Personalpolitik werden nun überstürzt Notmaßnahmen angekündigt, die dazu beitragen sollen, die Unterrichtsversorgung sicher zu stellen. Dabei handelt es sich u. a. um die Einführung eines Arbeitszeitkontos für Grundschullehrkräfte, immense Beschränkung der Teilzeitmöglichkeit und die Streichung des Antragsruhestandes mit 64 Jahren.

Alle diese Maßnahmen führen zu einer wesentlich stärkeren Belastung der Lehrerinnen und Lehrer und wirken sich somit negativ auf die Unterrichtsqualität und die Bildung unserer Kinder aus. Kann Bayern sich das erlauben? Die jetzt verkündeten Maßnahmen treffen alle Kolleginnen und Kollegen, vor allem aber diejenigen, die in ihrem langen Berufsleben mit großem Engagement und Einsatz für die ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler ihr Bestes gegeben haben. Jetzt Lehrkräfte zu belasten, die in der derzeitigen Notsituation den Unterricht am Laufen halten, wirkt wie ein Schlag ins Gesicht.

Der BLLV hat zudem kein Verständnis, dass keinerlei Entlastungen oder Gegenleistungen geplant sind. Seit Jahren fordert der BLLV A13 als Eingangsbesoldung für alle, um die Attraktivität der betroffenen Lehrämter zu steigern. Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen müssen endlich in der Besoldung den anderen Schularten angeglichen werden. Wir fordern eine praxisorientierte flexible Lehrerbildung im Sinne der bestehenden Forderungen des BLLV. Ziel muss es sein, mehr qualifizierte und gut ausgebildete Lehrkräfte an die Schulen zu bringen.

Die Arbeits- und Lernbedingungen für Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte müssen verbessert werden. Spätestens jetzt ist der richtige Zeitpunkt diese Forderungen zu erfüllen!

Ihr Stephan Debes, Kreisvorsitzender

Positionspapier zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs

Antrag zur Kürzung der Stundentafel

Personalnotstand